Beim Lesen dieses Liedtextes werde ich innerlich still, weil er mich an die gewaltige Nähe Gottes erinnert, die in Jesus sichtbar geworden ist. Der allmächtige Schöpfer, der mit einem Wort Welten ins Dasein ruft, bleibt nicht fern oder unberührbar, sondern kommt uns entgegen. Gerade dieser Kontrast berührt mich: Gott ist größer als alles Sichtbare und kennt doch mein Herz. In Jesus wird diese Liebe greifbar. Er bleibt nicht in der Herrlichkeit, sondern tritt in unsere Zerbrochenheit ein, trägt Schuld und öffnet einen Weg zurück zum Vater. Der Text lädt mich ein, neu über Vertrauen nachzudenken. Vertrauen ist hier keine abstrakte Idee, sondern eine Antwort auf Gottes Handeln: Weil er nahekommt, weil er rettet, weil er treu bleibt. Besonders stark empfinde ich den Gedanken, dass Gottes Reich schon jetzt beginnt. Nachfolge heißt nicht nur Hoffnung auf das Ewige, sondern ein verändertes Leben heute – unter seiner guten Herrschaft. Das Lied wird so zu einem persönlichen Bekenntnis: Ich will mich diesem König anvertrauen, seinem Wort glauben und ihm mein Herz nicht nur teilweise, sondern ganz überlassen.
Weitere Bibelstellen: Johannes 1,14, Kolosser 1,15–17, Römer 5,8, Epheser 2,4–5, Johannes 8,36, Matthäus 28,18, Psalm 33,6, Offenbarung 19,16